Performances & Theater

Donnerstag, 27.09.2018 um 20:00 Uhr

Meeresrand von Véronique Olmi

aus dem Französischen von Renate Nentwig

mit Gilla Cremer und Patrick Cybinski am Violoncello

„Meeresrand“ erzählt von der Fahrt einer Frau mit ihren beiden Söhnen ans Meer. Ohne jedes Pathos, sanft aber zwingend zugleich werden die Leser mitgenommen in die bestürzende Not und Einsamkeit einer alleinerziehenden Mutter, die für ihre Kinder keine Zukunft mehr sieht. Nur zu einem ist sie fest entschlossen: ihre beiden Jungs sollen das Meer sehen, wenigstens einmal. „Denn das Meer konnte keine Enttäuschung sein. Das gab es einfach nicht. Das Meer ist überall für alle gleich!“
Gilla Cremer, die in Hamburg für ihr beeindruckendes Gesamtwerk gerade mit der höchsten kulturellen Auszeichnung der Stadt Hamburg ausgezeichnet wurde, begann vor 30 Jahren hier in Frankfurt ihre Karriere als Theatersolistin.

Regie: Michael Heicks | Musikalische Leitung: Hennes Holz | Kostüm: Sandra Meurer | Dramaturgie: Michael Billenkamp | Koproduktion von Gilla Cremer/Theater Unikate und dem Theater Bielefeld | mit Unterstützung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biographie:

Gilla Cremer ist Schauspielerin und Tänzerin und Mitbegründerin der Freien Gruppe „Theater Tilbut“ in Frankfurt. Nach der Geburt ihres ersten Kindes 1984 begann ihre Arbeit als Solistin. Seit 1987 produziert, schreibt und spielt Gilla Cremer ihre Soloproduktionen unter dem Namen „Theater Unikate“. In Zusammenarbeit mit dem „Magdalena Project“ zeigt sie ihre Stück auch in englischer Sprache und gastierte in Dänemark, Frankreich, Polen, Ungarn, Neuseeland und den Niederlanden.

Homepage: http://www.gillacremer.de/de/

 


 

Freitag, 28.09.2018 um 19:00 Uhr

Black Medea

Konzept und Performance: Márcia Limma

Medea wird von uns als Grundlage einer fundamentalen Ausgrenzung gesehen: die Unsichtbarkeit der weiblichen Stimme. Unter dem Namen "Barbar" wird das Exil und die Teilung der Welt zwischen Zivilisation und Barbarei gerechtfertigt. Die vom Patriarchat aufgezwungene Geschichte ist hier als Referenzmythos eine Metapher für die Todesfälle, die schwarze Frauen ertragen müssen. In der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dekonstruiert die Figur den Mythos, um Frauen zur Wiederaufnahme der Macht zu bewegen. Das Stück wird dann dem Publikum weitere mögliche Lesarten des Mythos enthüllen. Die Herkunft und die Beschwörung der schwarzen Befreiungslieder lösen einen Konflikt zwischen Publikum und Charakter über die aufgeworfenen Reflexionen aus.

Konzept und Performance: Márcia Limma | Regie: Tânia Farias | Regieassistent: Gordo Neto | Dramaturgie: Márcio Marciano & Daniel Arcades | Musik: Roberto Brito | Bühnenbild: Márcia Limma | Produktion: Vitor Barreto, Márcia Limma, Vitor Barreto und Ramona Gayão, Joker Guiguio, Bruno Guimarães | Kostüme und Maske: Rino Carvalho | Kostüme und Garderobe: Angélica Paixão | Licht: Nando Sambia, Milena Pitombo | Ton: Ivo Conceição | Stimmvorbereitung: Marcelo Jardim, Meran Vragens | Fotografie: Adeloyá Magnoni, João Junior & Alex Santos

 

Biographie:

Márcia Limma ist eine Schauspielerin, Sängerin, Performerin, Meisterin der darstellenden Künste mit einem Abschluss in Performing Arts - PPGAC-UFBA, leitete diverse Trainings-Workshops in Theater, Stimme und Storytelling. Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin ist beteiligt an den Projekten "Southern Low on Scene" und "Escuna Creative" Theatergruppen im Landesinneren von Bahia in Zusammenarbeit mit Antagon in Deutschland.

Als Gründungsmitglied und Schauspielerin war sie bereits 17 Jahre bei der Gruppe Vilavox-BA aktiv und wirkte bei Vermexo, Passaredo Passarinholas, The Castle of the Tower, The secret of the Ark of Trancoso, My name is a lie, Labyrinths, Rosebeds, April Day, Almanac of the Moon, Villa Trails, Self-Portrait at 40, sowie bei “Orixás Center in Scene and Work in Progress, Black Medea" mit.

Homepage:  http://www.vilavox.com.br/page-historico.php

 



Freitag, 28.09.2018 um 21:00 Uhr

 Watersteps

Mit Anna Orkolainen und Marja Burchardt

 Tief inspiriert von Theodor Storms Märchen von der Regentrude, machen sich die Tänzerin Anna Orkolainen und die Multiinstrumentalistin Marja Burchardt auf in die Welt der Märchen und Mythen, entwerfen ein wütendes Ritual der Trauer und des Verlustes, wagen sich in Zwischenräume und –welten. Körperlich und emotional, im tänzerischen wie im musikalischen Ausdruck werden Extreme ausgelotet. Aus Butoh-, Masken- und Tanztheater entwickelt sich dieser Klagegesang einer vergessenen Göttin.

Konzeption: Marja Burchard and Anna Orkolainen |Musik: Marja Burchard | Tanz und Performance: Anna Orkolainen | Assistenz: Sebastian Bolitz & Julian Böhme | Kostüme: Josephine Berger | Maske & Masken: Luciana Fazan |Licht & Ton: Joscha Erker 

Biographie:

Anna Orkolainen arbeitet bei Antagon Theateraktion als Tänzerin, Performerin, Choreografin und Tanzprogramm-Organisatorin. Sie hat einen Master in Tanzpädagogik von der Helsinki Theatre Academy in Finnland, ein Aufbaustudium in zeitgenössischer Tanzperformance von der Northern School of Contemporary Dance und einen BA Honours in Dance Studies an der Roehampton University in London erlangt.

Homepage: http://www.antagon.de/stage/

Marja Burchard ist eine beeindruckende Musikerin und seit dem Ableben ihres Vaters Christian Burchard 2017 Hauptverantwortliche der Band Embryo. Christian Burchard war Gründer des Embryo-Musikkollektivs aus München, das seit 1969 aktiv ist, obwohl seine Geschichte Mitte 1950 begann. Embryo ist eine der wichtigsten deutschen Jazzrock-Bands der 1970er Jahre und wurde auch als "die vielseitigste der Krautrock-Bands" bezeichnet.

Homepage: https://www.embryo.de/

 

 


 

Samstag, 29.09.2018 um 20:00 Uhr

 If silence knew

Teatro delle Radici
Created, performed and directed by Cristina Castrillo

Diese Performance ist im Rahmen einer umfassenden Studie über das Schreiben ohne Worte geschaffen und ist ebendem gewidmet, gerade weil sie Wörter vermeidet. Sie versucht mit und durch das Schweigen die Stimmen der verlorenen Worte zu erzählen, zu deren Aussprache wir nicht den Mut haben. Die, wenn sie ausgedrückt würden, die Gefühle verlören, die sie begleiten. Was wir niemals sagen können. Überstrapazierte Wörter, Worte, die durch die Zeit oder durch das völlige Fehlen von Bedeutung zu müde sind. Konstruiert wie ein kleines Gedicht ohne Namen, geht diese Aufführung durch Naivität und Träume; Bilder, die mit Rauch geschrieben sind, so wortgewaltig wie ein stiller Schrei und so zierlich wie eine Feder.

Assistenz: Bruna Gusberti |Szenische Requisiten: Sandro Carettoni, Massimo Palo, Elvis van der Meyden, Gigi Boccadamo, Pier Suriano | Kostüme: Atelier Celia | Fotos: Martina Tritten

Biographien:

Cristina Castrillo ist Schauspielerin, Schauspiellehrerin, Regisseurin und Mitbegründerin des Libre Teatro Libre in Argentinien in den 1970er Jahren. Seit dem Beginn des Teatro delle Radici im Jahr 1980 lebt und arbeitet Cristina in der Schweiz. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Ausbildung von Schauspielern. Das kombiniert sie mit der Erarbeitung von Performances und Touren, ihren Workshops und sie ist Autorin. 2014 erhielt Cristina Castrillo den Schweizerischen Theaterpreis des Bundesamtes für Kultur und gehört ebenfalls zum Netzwerk des Magdalena-Projects.

Bruna Gusberti ist eine Schauspielerin, Lehrerin und Regieassistentin. Sie hat an allen Aktivitäten, Aufführungen und Touren des Teatro delle Radici teilgenommen. Bruna kümmert sich um die Lehrwerkstätten und ist Cristina Castrillos ständige Regieassistentin.

In jüngerer Zeit hat Bruna verschiedene Performance-Acts kreiert und Regie bei Dove lo Sguardo Scorre mit sieben Schauspielern des Teatro delle Radici geführt.

Homepage: http://www.teatrodelleradici.net/




Sonntag, 30.09.2018 um 20:00 Uhr

„STILL TO COME, a feminist pornscape“

mit Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Frida Laux, Zrinka Užbinec

„STILL TO COME, a feminist pornscape“ ist das Ergebnis einer künstlerischen Kollaboration. Die fünf beteiligten Künstlerinnen verbindet ein gemeinsames Interesse an Fragen zur Produktion und Rezeption von Bildern: Was ist ein weiblicher Blick und warum braucht die Welt so etwas? Wer kann einen weiblichen Blick haben? Welche Kunst kommt aus der Position des weiblichen Blicks? Warum brauchen wir diese Kunst? Auf Englisch.

Konzept und Choreographie: Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Frida Laux, Zrinka Užbinec | Performance: Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Zrinka Užbinec | Licht und Bühne: Carina Premer | Kostüm: Silvio Vujičić | Foto- und Videodokumentation: Julia Novacek | Grafikdesign: Denitza Boyadzhieva | Produktion: Marijana Cvetkovic

 Biographien:

Rahel Crawford Barra ist Performerin und Autorin für Theater, Choreographie und Kurzfilme aus Deutschland. Derzeit absolviert sie das BA-Programm für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Ida Daniel ist eine Performance-Künstlerin die zwischen Deutschland und Bulgarien pendelt.
Zurzeit absolviert sie die MA Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen bei Prof. Bojana Kunst.

Ana Dubljevic ist eine Performerin und Autorin für Tanz, Choreografie und Performance aus Serbien. Ana absolviert derzeit MA-Choreografie und Performance-Studien am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Frida Laux bedient sich der Mittel der Choreographie und Fiktion bei ihrer Feldforschung zum Thema Zusammenleben. Sie hat einen BA in Angewandter Theaterwissenschaft an der Folkwang Universität erlangt und schließt gerade ihren MA in Choreographie und Performance in Gießen ab.

Zrinka Užbinec ist Tänzerin und Performerin mit Interesse an Choreographien aus Kroatien. Sie hat die Schule für zeitgenössischen Tanz "Ana Maletić" und eine einjährige Ausbildung am Zentrum für Frauenstudien in Zagreb abgeschlossen und ist derzeit Studentin am MA Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.


Homepage:
https://thisisadominoproject.org/feminist-pornscape/#