Soundtrack des Patriarchats (Audiowalk) · Marie Pooth
Wir nähern uns dem öffentlichen Raum aus feministischer Perspektive und mit gespitzten Ohren. Nach einer kurzen Einführung in die Themen Audiowalk und feministische Stadtplanung begeben wir uns auf die Straße. Mit Wahrnehmungsübungen und gemeinsamen Hör-Experimenten untersuchen wir die Stadt durch eine intersektionalen Fokus. Wie unterscheiden sich Raumerfahrungen je nach Geschlecht, aber auch nach anderen Identitätsmerkmalen wie Alter, Behinderung, rassifizierten Zuschreibungen oder sozio-ökonomischem Status? Welche Geschichten erzählt die Stadt? Welche Stimmen haben sich in ihr manifestiert? Wie spiegeln sich Ausbeutungsmechanismen in der Stadtarchitektur wieder? Wir arbeiten vor allem mit unserer Wahrnehmung und mit Handy-Aufnahmen.
Sprache(n): Deutsch/Englisch (je nach Bedarf der Teilnehmenden)
Material: Smartphones, Kopfhörer
Gebühr: Spende (Empfehlung 25 €)
Ort: Treffpunkt Festivalgelände
Hinweis: Der Audiowalk ist offen für alle Geschlechter
Künstlerische Biographie: Marie Pooth hat Theaterwissenschaft und Komparatistik an der LMU München sowie Arts du Spectacle an der Université Rennes 2 in Frankreich studiert. Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Theater, Sound und öffentlichem Raum. In ihren Audiowalks setzt sie sich mit gesellschafts- und stadtpolitischen Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität (Reclaim the Streets, Berlin 2020), Flucht und Migration (Safe Harbour, Wismar 2022) sowie Plattenbauvierteln (Stadt durch andere Augen, Schwerin 2023) auseinander. Das praktisch erworbene Wissen gibt sie in Workshops und Seminaren, u.a. an der FU Berlin und der LMU München, weiter.