9. Symposium „Intersectional Ecofeminism – Womxn performing sustainability“
REFLEXIONEN, ERFAHRUNGEN UND AUSTAUSCH
Kooperation zwischen dem Internationalen Frauen*Theaterfestival und dem Cornelia Goethe Zentrum für Geschlechterforschung in Frankfurt am Main.
→ Freitag, 26.09., 16– 18 Uhr, Abschließend mit der Workshop-Demonstration von „The Voice of the Trees“.
KULTURGELÄNDE PROTAGON
→ Samstag 27.09., 14 – 17 Uhr
HISTORISCHES MUSEUM FRANKFURT
The liberation of the earth, the liberation of women, the liberation of all humanity is the next step of freedom we need to work for, and it’s the next step of peace that we need to create. — Vandana Shiva
Das diesjährige Symposium vom Internationalen Frauen*Theaterfestival 2025 widmet sich dem intersektionalen Ökofeminismus und seiner Bedeutung für Kunst, Theater und gesellschaftliche Veränderung. Es untersucht, wie feministische Perspektiven, Umweltbewusstsein und soziale Gerechtigkeit miteinander verbunden werden können, um neue Wege für eine nachhaltige und inklusive Zukunft zu eröffnen. Dabei werden internationale und lokale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen eingeladen, ihre Erfahrungen, Methoden und Perspektiven zu teilen.
Über zwei Tage hinweg werden Podiumsdiskussionen, interaktive Workshops und Präsentationen stattfinden. Ein Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen ökologischer Krisen auf Frauen* und marginalisierte Gruppen sowie auf der Frage, wie Kunst und Aktivismus diese Herausforderungen sichtbar machen und gesellschaftliche Impulse setzen können. Die Teilnehmer*innen werden angeregt, sich damit auseinanderzusetzen, wie wir für mehr-als-menschliche Welten sorgen können, wie intersektionaler Ökofeminismus praktisch umgesetzt wird und wie kolonisierte oder rassifizierte Körper in diese Diskussionen einbezogen werden können.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sichtbarkeit von BIPoC-Frauen* und anderen marginalisierten Gruppen auf und hinter der Bühne. Der intergenerationale Dialog wird aktiv gefördert: Erfahrene Künstler*innen, unter anderem aus „The Magdalena Project Network“, bringen ihre Erfahrungen ein. Die Diskussion soll aufzeigen, wie Methoden aus Kunst, Theorie und Aktivismus Wirkung entfalten und wie Wissenschaft und künstlerische Praxis sich gegenseitig inspirieren.
Das Symposium schafft einen Raum, in dem feministische, ökologische und soziale Impulse zusammengeführt werden, um sowohl die persönliche künstlerische Praxis als auch gesellschaftliche Veränderungen zu fördern. Die Teilnehmer*innen werden eingeladen, eigene Erfahrungen einzubringen, gemeinsam Strategien für inklusiven Ökofeminismus zu entwickeln und nachhaltige Veränderungen zu diskutieren.
Der Schwerpunkt der Diskussion liegt auf dem Austausch verschiedener Generationen über Erfahrungen mit der Bühne als performativem Raum einer antirassistischen, queer-/ und öko-feministischen Utopie einer Gesellschaft in Balance. Wir wollen mehr über feministische Technologien zum Umgang mit Konflikten in verschiedenen kulturellen Kontexten erfahren und den Sprecher*innen durch den gemeinsamen Austausch und Reflexion eine neue Perspektive auf die eigene politische Praxis ermöglichen.
In diesem Sinn ist das 9. Symposium der bisherige Höhepunkt unserer Festivaldebatte. Wir suchen – wie schon in den letzten Jahren – weiterhin nach Wegen, das patriarchale, eurozentrische Narrativ des Theatermachens zu verändern, indem wir auf eine Vielzahl feministischer Stimmen eingehen und auf kollektive Weise solidarische Verbindungen herstellen.
Das aktuelle Arbeitsthema denkt gemeinsam über eine feministische Vision von Umweltbewusstsein und darüber nach, wie sich diese nach bestimmten Kriterien realisieren lässt. Mit Fokus auf die Selbstdefinition eigener künstlerischer Arbeiten beschäftigt sich das Internationale Frauen*Theaterfestival 2025 mit folgenden Fragestellungen:
- Was bedeutet intersektionaler Ökofeminismus für euch?
- Wie gestaltet sich das Verhältnis von Wissenschaft, Kunst und Aktivismus: Welche Impulse aus Kunst und Aktivismus transformieren wissenschaftliche Erkenntnisse, und umgekehrt? Welche Methoden haben welche Effekte?
- Wie können wir kolonisierte/rassifizierte Körper sowie intergenerationale Perspektiven aktiv in die Diskussionen einbeziehen, um feministische und ökologische Praxis zu erweitern?
Bestätigte Referent*innen:
- Sophie von Redecker (Promovendin der Ökologischen Agrarwissenschaften an der Universität Kassel-Witzenhausen und an der Justus-Liebig-Universität Gießen)
- Franziska von Verschuer (promovierte Soziologin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
- Alba Cristina Soares-Ya Darabi (Künstlerin und Yalorixá)
- Bárbara Luci Carvalho (Künstlerische Leiterin des IF*TF, protagon e.V.)
- Helen Varley Jamieson (Theatermacherin und Digital Artist, The Magdalena Project)
- Johanna Leinius (Sozialwissenschaftlerin, Geschäftsführerin des Cornelia Goethe Centrums für Geschlechterforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
- Julia Varley (Odin Teatret, The Magdalena Project)
- Regina Busch (Theatermacherin, Vorstand laPROF Hessen e.V. )
- Betânia Ramos Schröder (Fotojournalistin, Soziologin und Herausgeberin)
- ggf. eine weitere Person. TBA
Sprachen: Englisch/Deutsch/Spanisch/Portugiesisch
Weitere Sprecher*innen: … sind Künstler*innen des Festivals und Expert*innen zu feministischen, dekolonialen, Migrations- und Menschenrechtsthemen und alle anderen, die finden, dass ihre Stimmen in diesem Rahmen gehört werden sollten.
Verbündete und Interessierte sind herzlich eingeladen, zuzuhören, mitzudenken und nachzufragen.
Anmeldung unter info@iftf-frankfurt.com