Ein Projekt von

WAX-en

Laia Ribera Canenguez & Rafi Martin

Theateraufführung:

Wachs verwandelt sich innerhalb weniger Minuten; es schmilzt, tropft, fließt, brennt, verbreitet sich auf einer Fläche, es kühlt, trocknet, bedeckt, zerreißt und lässt sich modellieren. In der Materialperformance mit Live-Musik drücken sich in den Daseinsformen des Wachses die Familienbiographien der Performer*innen aus: Geschichten über Migrations- und Exilerfahrungen, Rituale und Geschlechtersozialisierung, aber auch Selbstbilder und Diskurse der Diaspora. Die leere Bühne wird zum Experimentierraum – einer zeitgenössischen Version traditioneller Lagerfeuer, an denen Geschichten und Erzählungen weitergegeben werden.

ab 12 Jahre

Sprache: Deutsch

Konzept, Text und Performance: Laia Ribera Canenguez und Rafi Martin

Sound und Live Performance: Isabel Gonzalez Toro und Camille Martin

Laia Ribera Cañénguez, geboren 1982 in El Salvador, ist freischaffende Theatermacherin. Sie hat Physical Theatre in Barcelona studiert und sich in der Arbeit mit unterschiedlichen Regisseur*innen, Tänzer*innen und Theatergruppen (u.a. Odin Teatret, Malayerba Teatro, Jesusa Rodriguez) weitergebildet. Laia war als Performerin an unterschiedlichen Theaterprojekten in El Salvador beteiligt und hat 2011 das Theaterkollektiv „Siluetas“ in Guatemala gegründet, welches sich auf biographische/s Theater/Performance spezialisiert hat. Mit den Stücken AFUERA und DISIDENCIAS war die Gruppe in Kolumbien, Mexiko und Mittelamerika auf Tournee. Seit 2015 lebt Laia in Deutschland, wo sie den Master in Theaterpädagogik an der Universität der Künste abgeschlossen hat. Ihre Abschlussarbeit war ein Theaterstück über globalisierte Care-Arbeit mit dem Titel „SONREÍR. Eine Dreck(s)arbeit“ (Lächeln, eine Drecksarbeit), wo sie mit einem Figurentheaterspieler und fünf lateinamerikanischen Frauen, die in der Pflege- und Reinigungsarbeit tätig sind, auf der Bühne war. Laia arbeitet mit Fokus auf biographischem Theater u.a. im Ballhaus Naunynstrasse (Theaterpädagogin/Regisseurin in „Eine Geschichte von Vielen“, 2017), im Performancekollektiv She She Pop (Regieassistenz im Stück „Oratorium“), in der Gruppe Alchemie (Gründungsmitglied und Performerin) und in der salvadorianischen Gruppe Madrija (Autorin und Performerin im Theaterstück „Querencias“, 2018, wo Laia mit ihrer Mutter auf der Bühne ist).

http://laiarica.com/

Rafi Martin, geboren 1989 in Hongkong mit französischer Staatsbürgerschaft, macht zeitgenössisches Figurentheater und lebt seit 2014 in Stuttgart. Er* hat zunächst Soziologie, Anthropologie und Gender Studies studiert (M.A. 2014 Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris). Weiterhin studierte er Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und ist Mitbegründer des 2017 entstandenen Tangram Kollektivs, einem experimentellen Figurentheater-Kollektiv. In der Solo-Arbeit „/NOT/ in my name“ (2017), untersucht Rafi Martin die französische Nachnamenspolitik und berichtet über seinen Versuch, den Nachnamen Soukhanoff anzunehmen. Im Theaterstück „Sonreir. Eine Drecksarbeit“ (2017) arbeitet er als Figurentheaterspieler mit fünf Care-Arbeiterinnen aus lateinamerikanischen Ländern, die in Deutschland wohnen, zum Thema globalisierte Sorgeketten, Migration und weibliche Sozialisation. In „Hollow Matters“ (2018), einem choreographischen Stück von Antoine Carle, hat Martin angefangen, mit Wachs und Körperabdrücken zu experimentieren, die unter anderem vom Publikum gemacht wurden. In seiner Bachelorarbeit „Ein Fisch im Weltraum“ (2018), Regie: Ariel Doron, arbeitet er mit Licht (Betreuung: Joachim Fleischer). Besonders interessiert sich Rafi Martin für die Schnittmenge von Intersektionalität, gesellschaftlichen Symbolen und Institutionen, Figurentheater und Feminismus.

https://www.rafimartin.com/

Datum

Sep 27 2020
Vorbei!

Uhrzeit

20:30

Veranstaltungsort

Hauptbühne Outdoor protagon
Orber Str. 57, 60386 Frankfurt am Main
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